Ist der Harley-Führung derzeit ein Dorn im Auge: das Harley-Werk in York, PA. Hier werden die Softail- und Touringmodelle gefertigt. Foto: Harley-Davidson. Aktuelle Artikel aus Menschen & Politik:
Gute Zeiten, schlechte Zeiten In guten Zeiten würde Harley-Davidson wohl noch ein Weilchen über einen solchen Schritt nachdenken. Doch in den USA herrscht tiefste Rezession, die Motorradverkäufe sind stark eingebrochen und Harley musste von Investoren Geld aufnehmen. Time is money Harley hat nun laut dem Milwaukee-Wisconsin Journal Sentinel genau nachgerechnet und herausgefunden, dass das Werk in York, Pennsylvania viel zu lange braucht, um Motorräder herzustellen. Dies zumindestens in Relation zu den anderen Harley-Werken in den USA. Oder anders gesagt: zuviele Arbeiter brauchen zu lange um die Softails und Touring-Modelle zusammenzubauen. Entlassungen wären kaum vermeidbar Aber eine Fabrik kann man natürlich nicht von einem Tag auf den anderen in einen anderen Bundesstaat verschieben. Derzeit arbeiten über 2500 Harley-Arbeiter in York. Ob die mit Harley einfach mitziehen, wenn das Werk in York geschlossen wird, ist äusserst unwahrscheinlich. Es käme also unweigerlich zu zahlreichen Entlassungen. Und ob man auch die ganze Infrastruktor (Montagehallen etc) einfach so problemlos verschieben kann, scheint eher unwahrschlich. Möglicherweise nur Taktik Möglicherweise ist das Geplänkel um die Verschiebung des Werkes York in einen anderen Bundesstaat aber auch nur ein Warnschuss "vor den Bug" der York-Arbeiter. Denn diese brauchen offenbar nicht nur allzu lange, um Motorräder zu fertigen - sie vertreten auch gerne lautstark ihre Meinung. Vor zwei Jahren bestreikten sie beispielsweise ihr Werk über mehrere Wochen - Harley hatte enorme Verluste zu verkraften. Mit der Drohung, das Werk ganz zu schliessen und zu verschieben, hievt sich Harley in eine gute Verhandlungsposition bezüglich Löhne/Sozialleistungen etc.
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